26. Jun 2019

Accsonauten auf der WeAreDevelopers-Konferenz in Berlin

Was haben Garry Kasparov, John Romero und Rasmus Lerdorf mit sieben Accsonauten gemeinsam? Sie und rund 10.000 andere Menschen trafen sich in Berlin zum „WeAreDevelopers World Congress 2019“. Was wir erlebt haben?
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Author

Alexander Weisel

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Die Talks

Nach der Eröffnung ging es sofort mit einem Talk von Garry Kasparov los, der den Titel „Where Machine Intelligence Ends and Human Creativity Begins" trug und sich mit der (hochaktuellen) Frage beschäftigte, ob Maschinen irgendwann die Menschen beherrschen werden oder eher nicht. Kasparov glaubt an zweiteres.

Die anschließenden Talks gliederten sich in die Tracks „Applying Disruption", „Coding Society", „Constructing Worlds", „Constructing Worlds 2.0", „Controlling Complexity" und „Unchaining Engineering". Die Konferenz war damit sehr breit aufgestellt, sodass sich jeder nach seinen Interessen am umfangreichen Angebot bedienen konnte. Von klassischen Themen wie „Wie viel testet man wie?", über „Wie setzt man das Tool xy sinnvoll ein?" bis hin zu „Wie entwickelt man ethische Software?" war alles vertreten. Neben den neuesten Features in der kommenden Angular-Version 9 berichtete Fairphone, wie man ein nachhaltiges Betriebssystem für ein Smartphone entwickeln kann. Wir erfuhren, wie man mittels kompromittierter NPM-Pakete AWS-Tokens abgreift, wie Slack veröffentlichte Keys von Bots von Github holt und automatisch sperrt, wie John Romero Quake entwickelte und für welchen Einsatzzweck PHP ursprünglich gedacht war.


Das Drumherum

In den Pausen hatten wir in der Exhibtion Hall die Möglichkeit, andere Firmen kennenzulernen und uns über Vergangenes, Aktuelles und Zukünftiges auszutauschen. Hunger, Durst und ein natürliches Spaßbedürfnis wurden im „Fun & Food Court" gestillt, ersteres an Food Trucks, letzteres am Surf-Simulator, aufblasbaren Einhörnern im Pool oder im Bällebad.

Die Konferenz hat uns sehr gut gefallen, das Programm war gut zusammengestellt. Die gewählten Gebäude der Berliner Messe haben teilweise sehr lange Wege zwischen den Talks erforderlich gemacht, sodass man nicht immer pünktlich war. Da die Tracks je nach Vorträgen überlastet waren, musste man sich stehend oder mit einem Platz auf dem Boden begnügen. Immerhin: Auf der Main Stage war immer etwas frei. Ähnlich schwierig war es bei der Versorgung mit Essen und Getränken. Am ersten Tag standen für alle Teilnehmenden fünf Food Trucks bereit, angesichts der Besucherzahl deutlich zu wenig. Weiterhin gab es kein kostenloses Wasser, was sehr viel Unmut bei den Gästen angesichts der Temperaturen von rund 30° C auslöste. Allerdings besserte der Veranstalter hier nach, sodass am zweiten Tag sowohl Wasser als auch mehr Food Trucks zur Verfügung standen. Gelebte Agilität eben.

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